Was ist Qigong und Taijiquan?
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Qigong und Taijiquan |
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Qigong ist eine Bezeichnung, die erst im letzten Jahrhundert gewählt wurde, für eine Vielzahl tradierter Übungssysteme, die die Gesundheit stärken. Übersetzt bedeutet es etwa „Mit der Lebensenergie (Qi) arbeiten“. Bei den verschiedenen Übungen des Qigong ist das Ziel, die Lebensenergie wieder frei ins Fließen zu bringen. Das, was der traditionell chinesische Arzt unter anderem mit Akupunktur bewirkt, Energie zu stärken und auszugleichen und Blockaden zu lösen kann auch durch Qigong-Üben unterstützt werden. Es gibt unter dem Obergegriff Qigong eine Vielzahl von Übungen. Einige Übungen sind mit Bewegung andere eher meditativ. Was aber alle Richtungen des Qigong gemein haben, ist das Arbeiten mit den sogenannten „Drei goldenen Schlüssel“. Diese sind:
Mit Bewegung ist auch gemeint, dem Körper in einer ruhenden Position die nötige Struktur zu geben. Zusammen mit der Atmung, die in einigen Übungen bewusst gesteuert wird und den Visualisierungen können wir uns sehr viel gutes tun. Qigong hat auch einen Bezug zur chinesischen Medizin. In der man ebenso wie beim Qigong den Menschen als ganzes betrachtet. Körper, Geist und Seele werden nicht getrennt und so wirkt das Qigong auch auf alle drei Bereiche. Qigong umfasst ein sehr breites Spektrum. Übungen im Liegen, Sitzen und Stehen; mit oder ohne Bewegungen. Man kann die Übungen stark körperlich betonen oder aber mehr meditativ ausführen. Diese Vielfalt macht es möglich, Qigong ohne große Voraussetzugen in jedem Alter praktizieren zu können. Die positiven Wirkungen des Qigong wurden bereits in einer Vielzahl wissenschaftlicher Studien belegt. |
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Taijiquan (auch »Tai Chi Chuan«)
Die Verbindung von „Taiji“ und „Quan“ verweist auf eine Synthese von den Jahrtausende alten, vor allem vom Daoismus beeinflussten Meditations- und Gesundheitspraktiken (auch aus dem Qigong) und den Kampfkünsten des traditionellen China. „Für das Höchste mit leerer Faust kämpfen“ bedeutet Selbstverteidigung auf sanfte und friedliche Art, Selbstverteidigung im klassischen (gegen einen Gegner/Partner) wie auch im erweiterten Sinne (Abwehr von Krankheit). Anders als im Qigong, bei dem primär der Aspekt der Gesundheit im Vordergrund steht, hat jedes Bewegungsbild der meist sehr komplexen Taiji-Bewegungsformen einen Bezug zur Selbstverteidigung und lässt sich aus ihr ableiten. Besonders deutlich wird dies bei den sog. Waffenformen (mit Stock, Schwert, Speer, Säbel oder Fächer) und Partnerübungen („Tui Shou“ = „schiebende Hände“ = „Push Hands“). Taijiquan bietet ebenso wie Qigong die Möglichkeit, durch ebenfalls langsame, sanfte und runde Bewegungen kombiniert mit entspannter Atmung und geistiger Aufmerksamkeit die Lebensenergien („Qi“) zu erhalten und zu stärken. Beim Taijiquan bewegen sich die Übenden aus einer entspannten Körperhaltung heraus in langsamen, gleichmäßig fließenden Bewegungen. Nach einiger Zeit regelmäßiger Praxis wirkt Taijiquan positiv auf unser Wohlbefinden. Der Körper wird beweglicher, die Körperwahrnehmung und -haltung verbessern sich, die Atmung vertieft sich und der Geist wird klarer. Ebenso wie für das Qigong gibt es auch für das Taijiquan bereits eine große Anzahl wissenschaftlicher Studien, die die positiven Wirkungen für uns Menschen belegen. Im Taijiquan gibt es verschiedene Stile und Formen. Es werden Solo-, Partner- und Waffenformen geübt. Wer möchte kann Taijiquan aber auch als Kampfkunst praktizieren. Unter den Kampfkünsten gehört Taijiquan zu den Inneren Künsten. Die Herangehensweise unterscheidet sich deutlich von anderen Kampfkünsten wie zum Beispiel Karate. |
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